Invar CNC-Bearbeitungsservice

Invar ist eine Nickel-Eisen-Legierung mit kontrollierter Wärmeausdehnung, die aufgrund ihres außergewöhnlich niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten, ihrer ausgezeichneten Dimensionsstabilität und der Notwendigkeit spezieller Bearbeitungstechniken zur Steuerung der Kaltverfestigung und zur Erreichung präziser Toleranzen weit verbreitet in Präzisionsinstrumenten, optischen Systemen und kryogenen Bauteilen eingesetzt wird.

Warum Invar für Präzisionsbearbeitungsteile wählen?

Invar, die klassische Nickel-Eisen-Legierung mit geringer Wärmeausdehnung, ist das Material der Wahl, wenn absolute Maßgenauigkeit unerlässlich ist – insbesondere in Umgebungen mit starken Temperaturschwankungen. Sein nahezu nullwertiger Wärmeausdehnungskoeffizient von kryogenen Temperaturen bis etwa 200 °C gewährleistet, dass Bauteile über lange Zeit formstabil bleiben. Dies macht Invar unverzichtbar für wissenschaftliche Instrumente, Metrologiestandards, Teleskopmontierungen, Lasersysteme und Satellitenstrukturen. Obwohl Invar aufgrund seiner Kaltverfestigungsneigung eine sorgfältige Bearbeitung erfordert, erzielen erfahrene Betriebe mit scharfen Werkzeugen, geringen Schnitttiefen, stabilen Spannvorrichtungen und ausreichender Kühlung hervorragende Ergebnisse. Toleranzen von ±0.0002 Zoll (5 μm) oder besser werden durch Spannungsarmglühen und Nachbearbeitung routinemäßig eingehalten.

Invar-Material

Verfügbare Teile für die Invar-CNC-Bearbeitung

Die CNC-Bearbeitung von Invar eignet sich für die Legierungen Invar 36 (UNS K93600, ASTM F1684), Invar 42 und Super-Invar, die im geglühten Zustand als Rundstangen, Platten, Bleche und Schmiedeteile erhältlich sind. Vollständig geglühtes Material bietet die beste Bearbeitbarkeit und ermöglicht komplexe Geometrien und Toleranzen bis zu ±0.0002″ (5 μm) bei Verwendung scharfer Werkzeuge, geringer Schnittgeschwindigkeit und geeigneter Spannungsarmglühung.

Invar CNC-Dienstleistungen und -Kapazitäten

Schweizer Bearbeitung

Schweizer Präzisionsbearbeitung: Hochpräzise Fertigung komplexer Teile mit kleinem Durchmesser aus Stangenmaterial in einer einzigen Aufspannung – mit Toleranzen im Mikrometerbereich und ohne Nachbearbeitung.

CNC-Drehen und Fräsen

Das CNC-Drehen mit angetriebenen Werkzeugen kombiniert sowohl Dreh- als auch Fräsfunktionen, um Teile mit zylindrischen Merkmalen aus Metallstangenmaterial zu bearbeiten.

Häufig Gestellte Fragen

Ja, Invar gilt im Vergleich zu gängigen Stählen oder Aluminium als mittelschwer zu bearbeiten. Die größte Herausforderung ist die schnelle Kaltverfestigung – Nickel-Eisen-Legierungen wie Invar härten aufgrund ihrer austenitischen Struktur unter Schnittkräften schnell aus. Um dies zu minimieren, sollten Sie sehr scharfe Hartmetall- oder beschichtete Werkzeuge verwenden, geringe Schnitttiefen (0.002–0.005 mm) erzielen, für stabile Aufspannungen sorgen, reichlich Kühlmittel (Flut- oder Sprühkühlung) verwenden und häufige Werkzeugwechsel oder Spannungsarmglühen zwischen Schrupp- und Schlichtbearbeitungen einplanen.

Mit geeigneten Techniken und erfahrenen Zerspanungsmechanikern lassen sich bei Invar routinemäßig Toleranzen von ±0.0002″ (≈5 μm) oder besser an kritischen Stellen erreichen. Oberflächenrauheiten von Ra 8–16 μin (0.2–0.4 μm) sind nach den Schlichtbearbeitungen üblich, und spiegelglatte Oberflächen unter Ra 4 μin sind mit Diamantwerkzeugen, Läppen oder Superfinishing möglich. Eine Spannungsarmglühung nach der Bearbeitung ist oft unerlässlich, um diese Toleranzen dauerhaft zu gewährleisten.

Invar eignet sich ideal überall dort, wo Dimensionsstabilität über weite Temperaturbereiche hinweg entscheidend ist. Typische Anwendungsgebiete sind Präzisionsinstrumente (Messgeräte und Metrologienormale), optische und Lasersysteme (Tische, Halterungen, Interferometer), Teleskopkomponenten, Satelliten- und Luft- und Raumfahrtstrukturen, Kryotechnik sowie hochpräzise Formen oder Werkzeuge, die thermischer Verformung widerstehen müssen.

  • Zubehör: Scharfe Hartmetalleinsätze mit positivem Spanwinkel (vorzugsweise beschichtet mit TiAlN oder einem ähnlichen Material) oder polykristalliner Diamant (PCD) zum Feinbearbeiten.
  • KenngrößenNiedrige Schnittgeschwindigkeiten (60–120 SFM), geringe Vorschübe (0.001–0.004 IPR) und geringe Schnitttiefen begrenzen die Wärmeentwicklung und die Aushärtung.
  • Kühlung:Hochdruckkühlung oder die Verwendung von wasserlöslichem Öl zur Wärmeableitung und Reduzierung von Aufbauschneiden sind unerlässlich. Trockenbearbeitung ist zu vermeiden. Stabile Maschineneinstellungen und Schwingungsdämpfung sind ebenfalls entscheidend.
  • WärmeausdehnungInvar hat einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von nahezu Null (≈1.2 × 10⁻⁶/°C von 0–100°C); Kovar hat einen kontrollierten Wärmeausdehnungskoeffizienten (≈5 × 10⁻⁶/°C), der speziell auf Borosilikatglas und -keramik abgestimmt ist.
  • MaschinenbearbeitungInvar verfestigt sich stärker durch Kaltverfestigung und erfordert leichtere Schnitte; Kovar ist im Allgemeinen nachgiebiger und lässt sich wie Edelstahl besser bearbeiten.
  • AnwendungenInvar wird für höchste Dimensionsstabilität in Präzisionsinstrumenten und Umgebungen mit wechselnden Temperaturen eingesetzt; Kovar eignet sich hervorragend für hermetische Glas-Metall-Verbindungen, elektronische Gehäuse und Vakuumröhren.

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